küche+architektur

Einzelstücke: die neue modulare Einrichtungsform

Ohlinda Sofas, Daybed und Anbaulandschaften: Jede Sitzfläche, jede Rückenlehne, jedes Kissen kann im eigenen Wunschmaterial bezogen und nach Lust und Laune neu platziert werden. Durch sie Kombinationsvielfalt der einzelnen Elemente und die leichte Demontage der Rückenlehnen kann sich Ohlinda ganz leicht wandeln und an neue Räume anpassen. Foto: Bretz

IMM 2016 Einblicke in die moderne Wohnkultur

15. Februar 2016

Es sind vor allem natürliche Materialien wie Holz, Glas, Stein und Metall, die die aktuellen Einrichtungstrends prägen. Wenn Räume miteinander verschmelzen, bietet dies komplett neue Möblierungsmöglichkeiten. Möbel werden zu individuell wirkenden Solitären, die sich gerade aufgrund ihrer eigenen Persönlichkeit miteinander kombinieren lassen, was Arrangements eine völlige Eigenständigkeit verleiht. Oberflächenstrukturen in Kombination von Nichtfarben wie Weiß und Grau bis hin zu Rauch-Schwarz und Farben wie Gelb, Koralle, Blau oder Bordeaux-Rot ermöglichen zusätzlich die Akzentuierung gänzlich individueller Einrichtungsstile.

Die neuen Designthemen sind ein Spiegel moderner Offenheit, breitgefächerter Flexibilität und individuellen Wohlbefindens, repräsentiert durch die Symbiose von Materialität, Farbigkeit, Funktion und Technik.

Verschmelzen von Zeit und Raum

Durch die offenere und durchlässigere Gestaltung von Räumen gehen Wohnbereiche miteinander über. Das wirkt sich auch auf das Mobiliar aus, wo sich starre Formen und Zuordnungen von Funktionen auflösen. Diese Entwicklung begünstigt die Einrichtung mit modularen Möbeln, die auf unterschiedliche Art und Weise miteinander in den verschiedenen Wohnbereichen kombiniert werden können. Zudem lassen sich die Bereiche mit diesen Solitären, begünstigt durch ihre Multifunktionalität, schnell und einfach ganz nach Bedarf umgestalten. So kommt einzelnen Möbeln wie Sideboards, Regalen oder auch Sofas zu ihrer ureigenen Funktion auch die von Raumteilern zu. Und wer es noch flexibler mag, der kann auf modulare Filz-Funktions-Wände oder auf Paravents zurückgreifen.

Zahlreiche Möbelstücke – aber auch Tapeten – greifen Entwürfe der 50er bis 60er Jahre auf. Auch sie stehen Pate dafür, Epochen und Stilrichtungen harmonisch miteinander zu kombinieren. Das untermalen auch die präsentierten Teppiche im Used-Look, die sich in zahlreichen Farbstellungen dem Mobiliar, ob modern oder klassisch, zuordnen lassen.

Sideboards und Lowboards wirken filigraner durch zierliche Sockelfüße, Metall- oder auch Acrylkufen sowie Metallrahmengestelle. Sie verleihen ihnen eine ebenso schwebende Anmutung wie sie ihre wandhängenden Pendants aufweisen. Auffallend zeigen sich auch schmale in der Tiefe breiter werdende Regalrahmen, die die Möbel entsprechend leichter wirken lassen, ohne ihre Stabilität negativ zu beeinflussen. Apropos Regale, auch diese Systeme sind modularer und filigraner denn je. Ob deckenhohe Regalwände, freistehende Raumteiler oder in Highboard-Höhe bilden sie jeweils funktionale optische Highlights. Die Ausführungen variieren von Metall/Holzkombinationen bis hin zu Varianten in Verbundwerkstoff.

Sie passen hervorragend zu den komfortablen und wohnlichen Polstermöbel-Garnituren, die sich auch deutlich kleiner und damit flexibler zeigen als die in den vergangenen Jahren im Trend liegenden Wohnlandschaften. Auch Einzelsessel im Retrostyle  sind up-to-date. Grobe Stoffe in Naturtönen, zum Teil in unterschiedlich stark dominierender Salz und Pfeffer-Optik, sind ebenso angesagt wie natürliche Unis in Weiß, Beige, Greige, Grau oder Graublau und natürlich gibt es auch den einen oder anderen Farbtupfer. Umgesetzt wird das Ganze in Materialien wie Wolle, Samt, Leder oder Filz.

Auffallend großzügig zeigen sich die neuen Esszimmermöbel. Durch die oft realisierten fließenden Übergänge zwischen Küche und Speisezimmer, haben Esszimmertisch und -stühle einen höheren Stellenwert gewonnen. Runde, quadratische und rechteckige Tischplatten, letztere mit stark abgerundeten Ecken, aus Holz, Glas und vor allem aus Naturstein wie z.B. Marmor, finden Halt auf Tischbeinen aus Metall oder Holz. Unterschiedliche Sitzmöglichkeiten in Farbe und Design lockern den Essbereich auf und bilden den gemütlichen Rahmen für das Essen mit der Familie oder das Feiern mit Freunden.

Bildergalerie:

Giotto Design: Andrea Lucatello:   Bücherregal mit Struktur in Nussbaum Canaletto massiv und Boden in matt graphite oder matt biber. Wandbefestigung empfohlen.www.cattelanitalia.com
„Dauphin_Home_LittlePerillo_Kitzbuehel_1“: Wandlungsfähig wie kaum ein zweiter Stuhl, kommt „Little Perillo“ zur „imm cologne 2016“ wohnlich und bodenständig daher. Im Bild: Eine Variante aus hochwertigem Wollstoff in Vollpolsterausführung mit vier Beinen aus hellem Buchenholz (Design: Martin Ballendat). Foto: Dauphin Home
Attitude designed by Kati Meyer-Brühl  zeigt sich komfortabel durch seine weiche Kissen, die absenkbaren und um 90 Grad vorschwenkbare Armlehnen sowie integrierte Bügel zum  Aufstecken von Kopfpolstern erlauben ein entspanntes Verweilen. Unter den Armlehnen befinden sich zwei Abstellflächen. Die abziehbaren Bezüge in Textil oder Leder sind akzentuiert durch Kreuzstiche oder Knopfheftung. Als Sofa oder Eckgruppe aus Anstellsofa und Longchair. 	Brühl www.bruehl.com
„Hilton“, Design: Andrea Lucatello  Anrichte, Vitrine mit Gestell lackiert weiß, oder graphit matt. Türenrahmen lackiert weiß oder graphit matt oder in Nussbaum Canaletto. Türen und Innenböden in Klarglas extra hell. Version x1 und x2 mit Top in Glas extra hell,  weiß oder graphit lackiert. Optional: Led Kit für Innenbeleuchtung.www.cattalanitalia.com
Die Sideboards und Rollwagen von mobile line wirken einzeln und kombiniert wie eine Raumerfrischung. Alle Sideboards liefern wir mit lackierten Kufen oder auf Rollen. Unsere kleinen Rollwagen haben für hunderte Zwecke das richtige Design: offen oder geschlossen, mit und ohne Klapptüren oder mit Rückwand und auf der Rückseite durchgehenden Kabelschlitz.	Müller Möbelfabrikation www.mueller-moebel.com
Inkiostro bianco ist eine Marke, ein Ideenlabor für die Planung und Anwendung von dekorativen Grafiken, die das Konzept der Tapete neu interpretiert. Eine Symbiose aus Malerei und digitaler Grafik. Die individuellen Tapeten (Bilder unten) sind sowohl auf Glasfaserbasis als auch auf Vinyl-Basis erhältlich. Gezeigt auf der IMM wurden letztere, die aufgrund ihrer Wasserresistenz und Pflegeleichtigkeit abwaschbar und auch für Nassräume geeignet sind. Die Tapeten werden nach Angabe der Raummaße für jeden Raum
www.Inkiostrobianco.com
Eine im wahrsten Sinne des Wortes brandneue Funktion bei der Möbelserie Ameno ist die Integration elektrischer Feuer. Erhältlich sind zwei unterschiedliche Technologien: Smart Fire und Smart Flame. Smart Fire : Über einen Monitor an der Decke des Kamins wird ein HD-Kaminfeuerfilm – inklusive Funkenflug und Rauchentwicklung – über dem Glutbett projiziert. Wer in den Kamin schaut, sieht diese gespiegelte Projektion. Bei der Smart Flame wird Wasser per Ultraschall zu einem feinen, dichten Nebel zerstäubt und
Funktionale Regale als Raumteiler präsentierte www.riva1920.it/de/home/
Smartphone-Aufladung – Auflegen genügt. Neben der bewährten Einstecklösung, bei der die Mobilgeräte über einen Schlitz in der Möbeloberfläche eingesteckt werden, gibt es nun auch die Möglichkeit, das Smartphone durch bloßes Ablegen auf dem Möbel aufzuladen. Die von Spectral Smart Charge getaufte Technologie funktioniert per Induktion.  Das Lademodul wird unsichtbar unter der Möbeloberfläche eingelassen. Wird nun ein Smartphone an der entsprechenden Stelle auf dem Möbel abgelegt,  lädt es sich automatisch a
Sie schlucken Schall und dienen als Regal, die mobilen Filzraumteiler.
Attitude designed by Kati Meyer-Brühl  zeigt sich komfortabel durch seine weiche Kissen, die absenkbaren und um 90 Grad vorschwenkbare Armlehnen sowie integrierte Bügel zum  Aufstecken von Kopfpolstern erlauben ein entspanntes Verweilen. Unter den Armlehnen befinden sich zwei Abstellflächen. Die abziehbaren Bezüge in Textil oder Leder sind akzentuiert durch Kreuzstiche oder Knopfheftung. Als Sofa oder Eckgruppe aus Anstellsofa und Longchair. 	Brühl www.bruehl.com
www.schultedesign.de
KIRK – Designer Volker Reichert stößt mit diesem futuristisch anmutenden Drehstuhl auf einem Viersternkreuz dennoch eine neue Tür auf. Die extravagante wie komfortable Aluminiumschale mit Stummelarmlehnen und gepolstertem Inlay wird an Besprechungs- und Esstischen überzeugen. http://www.kff.de
Das Designkonzept von „Papilio“ harmoniert perfekt mit natürlichen Materialeigenschaften und schafft eine harmonische Verbindung zwischen organischen und geometrischen Formen. Die Tischplatte besteht aus zwei durch eine schmale Spalte getrennten und gespiegelte Eiche-Stammbrettern. Diese zeigen die natürliche Maserung des Baums und lassen seine Jahresringe und Strukturen erkennen. Die fragilen, schräg gestellten Beine verleihen dem Tisch ein exklusives, modernes Aussehen. Das Designkonzept überzeugte auch
Ohlinda Sofas, Daybed und Anbaulandschaften: Jede Sitzfläche, jede Rückenlehne, jedes Kissen kann im eigenen Wunschmaterial bezogen und nach Lust und Laune neu platziert werden. Durch sie Kombinationsvielfalt der einzelnen Elemente und die leichte Demontage der Rückenlehnen kann sich Ohlinda ganz leicht wandeln und an neue Räume anpassen. Foto: Bretz
„Nebraska“, Design: Paolo Cattelan: Anrichte mit Struktur und Türen aus Eiche Heritage. Füße in transparentem Kunststoff. Innenböden in Klarglas. Optional: Innenschublade in die Mitteltür in der 3-Türen Ausführung verfügbar. www.cattelanitalia.com
„Eliot Keramik“, Design: Giorgio Cattelan  Esstisch in Edelstahl erhältlich in den Ausführungen  weiß lackiert, schwarz oder graphite gaufriert oder Edelstahl gebürstet. Platte in Keramik . - Mamor Calacatta- oder Alabasta-Ausführung. www.cattelanitalia.com
Lichtmöbel für eine neue Wohnlichkeit präsentierte der Beleuchtungspezialist Gera. Die Produkte präsentiert in schwarz-braun eloxiertem Aluminium machen deutlich, wie die inidividuelle Kombination von Farbe, Material und Licht für persönliche Wohnlichkeit sorgen kann: Lichtmöbel, die die Beleuchtung kunstvoll mit der Funktionalität von Regalen verbinden, erschaffen eine völlig neue Raumatmosphäre.	Gera
Der schwedische Hersteller String Furniture zeigt auf der diesjährigen imm cologne Erweiterungen des bereits vor 67 Jahren entworfenen Designklassikers String System sowie der 2015 eingeführten Serie String Works. In diesem Jahr setzt String auf Natürlichkeit: Neben den Oberflächen Eiche, Walnuss, Grau und Weiß gibt es das String System nun auch in Esche Natur und Esche schwarz gebeizt. https://string.se/de/
„modul space“ von Dauphin Home ist ein Tragrohrmöbelsystem, bei dem alle Elemente aufeinander aufbauen und vielseitig miteinander kombiniert werden können. Variantenreiche Oberflächenmaterialien und Farbgestaltungen bieten einen immensen Gestaltungsfreiraum www.dauphin-group.com
Ob als Einzelkommode, als Low-, High- oder Sideboard, „Mio“ ist ein echter Blickfang. Besonderes Merkmal des neuen Systems ist die 32 Millimeter starke Front, die passgenau vor dem auf Gehrung gearbeiteten Korpus sitzt. Da kommen schöne Materialien und Farben besonders gut zur Geltung – etwa in der Ausführung mit lackiertem Glas und einem ebenfalls lackierten Rahmen aus Aluminium. Sieben verschiedene Höhen und Breiten sowie zwei Tiefen sorgen für individuelle Einrichtungslösungen. Werden mehrere Korpusse n
Wie aus einem Guss präsentiert sich der Dining Table Aurelio aus massiver Eiche, ein Entwurf des Designers Hugo de Ruiter. Scheinbar nahtlos sind die Tischbeine mit der Massivholz-Tischplatte verbunden. Eine Sitzschale und vier verschiedene Optionen für das Untergestell machen den Designer-Chair Mara von Christian Werner zu einem wahren Multitalent, ob am Ess- oder am Konferenztisch. www.leolux.de
Die Akzentmodule von Interlübke erzielen solitär als gläserne Schaukästen oder Rahmenmoduleihre besondere Wirkung. Kombiniert mit Sitzpolstern entstehen aus cube gap und cube change ausdrucks- und charakterstarke Möbelkonzepte. Erstmals sind schlanke Highboards planbar. http://www.interluebke.de
Bei den Polstermöbeln angesagt sind oft grobe Stoffe in Naturtönen, zum Teil in unterschiedlich stark dominierender Salz und Pfeffer-Optikaber auch in natürlichen Unis in Weiß, Beige, Greige, Grau oder Graublau und natürlich gibt es auch den einen oder anderen Farbtupfer.
Regale stehen auf filgranen Sockelfüßen und verleihen  jedem Raum eine gewissen Offenheit.