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Schmidt Küchen – 80-jähriges Jubiläum

Tag der offenen Tür am 24. Mai 2014 in Türkismühle

1. April 2014

 

Das deutsch-französische Familienunternehmen Schmidt Küchen feiert am 24. Mai 2014 am Stammsitz in Türkismühle sein 80-jähriges Jubiläum und lädt von 9.30 bis 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Caroline Leitzgen, die Enkelin des Firmengründers und Marketingleiterin bei Schmidt Küchen teilt mit: „An unserem Standort in Türkismühle arbeiten heute rund 150 Menschen. Einige Familien sind sogar schon in der dritten Generation bei uns. Seine Wertigkeit als Ursprung unseres internationalen Konzerns wird Türkismühle nie verlieren. Hier fing vor 80 Jahren alles an – und das wollen wir jetzt gemeinsam feiern. Alle sind herzlich eingeladen, am  24. Mai zu uns zu kommen. Und am besten bringt man gleich die ganze Familie mit …“

Mit 27 Jahren legte Hubert Schmidt 1934 den Grundstein für das Unternehmen Schmidt Küchen. Damals hatte sich der Saarländer noch auf den Bau individueller Häuser spezialisiert. Nach Kriegsende fand das Saarland seinen Neuanfang als französisches Protektorat. Mit der Wiederangliederung an Deutschland startete auch Hubert Schmidt neu – nun aber mit der Fertigung praktischer und dekorativer Küchenbuffets nach Kundenwunsch. „Heidi“ – so hieß das erste in Türkismühle produzierte Buffet, das ab 1959 gefertigt wurde. Doch der Firmengründer war durch die erneute Zugehörigkeit des Saarlandes zu Deutschland von seiner größtenteils französischen Kundschaft wieder durch eine Grenze getrennt. Um Zölle und andere Schwierigkeiten zu umgehen, verlagerte der Geschäftsmann mit dem richtigen Instinkt für neue Märkte daher seinen Haupt-Produktionsstandort nach Lièpvre ins Elsass – den er später seiner Tochter Antonia vermachte. Die beiden anderen Werke in Türkismühle und Köln gingen an die beiden anderen Töchter. Das war das Vermächtnis des „Patron“. Später kam es dann zu einer Wiedervereinigung der Unternehmensteile.

Im Jahr 1967 heiratete Antonia Schmidt den aus einer Winzerfamilie stammenden Karl Leitzgen. Beide führten den Betrieb fort und wurden zu Triebfedern des Unternehmenswachstums. Im Jahr 1983 firmiert das Traditionsunternehmen unter der deutsch-französischen SALM Gruppe (Société Alsacienne des Meubles), die somit im vergangenen Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum feierte. Im Jahr 1988 übernahm die frühere französische Tochterfirma SALM das Gründungsunternehmen im Saarland, um von dort aus den deutschen Markt zu bearbeiten. Es folgte 1989 der Beginn der Markenpolitik „Schmidt“ und 1992 wurde die Zweitmarke „Cuisinella“ ins Leben gerufen. Als im Jahr 1995 Karl Leitzgen starb, übernahm seine Frau Antonia als Aufsichtsratsvorsitzende zusammen mit Jean-Marie Schwab als Geschäftsführer die Leitung. In der Folge kam 2004 unter anderem das erste Schmidt Schranksystem auf den Markt. In der dritten Generation sind jetzt Anne und Caroline Leitzgen, die Töchter von Karl und Antonia Leitzgen in der Verantwortung: Seit 2006 führt Anne Leitzgen die Geschicke des Unternehmens. Ihre Schwester Caroline Leitzgen lenkt am Stammsitz in Türkismühle das Marketing im wachsenden Deutschlandgeschäft.

Aus dem Saarland in die ganze Welt

Im Jahr 2007 wurde Schmidt der fünftgrößte Küchenhersteller Europas – in Frankreich die Nummer eins der Branche. Lagen die Umsätze im Jahr 1997 noch bei 112 Millionen Euro, konnte der Umsatz bis 2013 auf 399 Millionen Euro fast vervierfacht werden. Ähnlich verhält es sich mit der Mitarbeiterzahl: Insgesamt 722 Arbeitnehmer wurden 1997 beschäftigt – 15 Jahre später hat sich diese Zahl mit 1.393 fast verdoppelt. Für die Vertriebsorganisationen unter den Marken „Schmidt“ und „Cuisinella“ sind sogar mehr als 6.200 Mitarbeiter tätig. Insgesamt bieten weltweit 671 Vertragshändler und 46 deutsche Partnerhäuser unter dem Motto des ganzheitlichen Wohnens Küchen und Badmöbel sowie auf Maß gefertigte Wohnraumsysteme an. Schmidt Küchen ist derzeit in 24 Ländern vertreten. Täglich verlassen über 3.400 Möbelelemente die Werke der Unternehmensgruppe – dies entspricht rund 600 Küchen oder Badezimmern. Die Fertigungsfläche der französischen Produktionsstätten Lièpvre und Sélestat sowie im deutschen Werk Türkismühle beträgt über 125.000 Quadratmeter.