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Blum - Umsatz erneut ausgebaut

„Die hohe Leistungsbereitschaft unserer weltweiten Mannschaft sowie die überaus gute Zusammenarbeit aller Abteilungen und Organisationen sind ein sehr wichtiger Erfolgsfaktor unseres Unternehmens“, unterstreicht Geschäftsführer Gerhard E. Blum die Bedeutung der Mitarbeiter.

Weitsicht zahlt sich aus

13. Juli 2017

Mit einer Umsatzsteigerung von 8 Prozent auf 1.788,08 Mio. Euro schließt der Beschlägehersteller Blum sein am 30. Juni zu Ende gegangenes Geschäftsjahr 2016/2017 ab. Innovative Produkte, internationale Marktpräsenz sowie konsequente Investitionen in F&E und gut ausgebildete Mitarbeiter brachten dem  österreichischen Familienunternehmen ein erfreuliches Wachstumsplus. Das Unternehmen, das seine Produkte mittlerweile in 120 Länder der Erde liefert, erwirtschafte 48 Prozent seines Umsatzes im EU-Raum und 16 Prozent in den USA. Als einer der größten Exporteure Österreichs wurde Blum im Juni 2017 mit dem österreichischen Exportpreis, dem ‚Global Player Award‘ ausgezeichnet.
Weltweit arbeiteten im vergangenen Wirtschaftsjahr im Durchschnitt 7.140 Personen beim Beschlägehersteller. Das entspricht einem Zuwachs von 291 Personen gegenüber dem Vorjahr. Am 1. September dieses Jahres starten zudem 93 neue Lehrlinge mit ihrer technischen Ausbildung bei Blum Österreich, darunter 15 Mädchen. Insgesamt bildet Blum ab Herbst 341 Lehrlinge in der Gruppe aus, 16 davon bei Blum USA.

Zuwächse in allen Marktregionen

Umsatzzuwächse gab es im vergangenen Wirtschaftsjahr für den Vorarlberger Beschlägehersteller in allen Marktregionen. So verzeichneten z. B. in Westeuropa die meisten Märkte eine Steigerung. Einzig in Großbritannien musste Blum wegen der Abwertung des britischen Pfunds einen Umsatzrückgang hinnehmen. Sehr erfreulich entwickelte sich hingegen Osteuropa, wo auch Russland und die Türkei wieder Wachstum auswiesen. In Nordamerika und in der asiatisch-pazifischen Region erzielte der Beschlagspezialist ebenfalls sehr gute Ergebnisse. Eine Herausforderung waren im Wirtschaftsjahr 2016/2017 allerdings die Materialpreise. Stahl zog Ende 2016 sehr stark an, ebenso Zink, Verpackungsmaterialien und andere börsennotierte Rohstoffe.

Investitionen im Wirtschaftsjahr 2016/2017

Die Blum-Gruppe investierte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr insgesamt 174,62 Mio. Euro. In Vorarlberg konnten zwei Bauetappen beim Werk 4 in Bregenz fertiggestellt werden. Beim künftigen Werk 8 in Dornbirn, dem neuen Stanzzentrum von Blum, sind die Bauarbeiten voll im Gange. Bei dieser Investition handelt es sich mit 66 Millionen Euro um die größte Einzelinvestition der Firmengeschichte. Im Werk 2 in Höchst entsteht ein neues Verwaltungsgebäude, das die Mitarbeiter Ende 2018 beziehen werden. Ein beachtlicher Teil der Investitionen fließt auch in den Ausbau der internationalen Blum-Marktorganisationen. Bei allen Bautätigkeiten ist Blum stets um Ressourcenschonung bemüht, d. h. flächenschonendes Bauen auf mehreren Geschossen.

Als Industrieunternehmen der Umwelt verpflichtet

Blum ist ein sorgsamer Umgang mit Umwelt und Ressourcen wichtig. So konnten im abgelaufenen Wirtschaftsjahr, bedingt durch durch jahrzehntelange, umweltschonende Investitionen, erneut 31.412.000 kWh – das entspricht ca. 5.150 Tonnen CO2 – eingespart werden. Gemeinsam mit anderen Unternehmen des Landes ist Blum auch in drei Umweltnetzwerken aktiv: im Klimaneutralitätsbündnis 2025, im Energieeffizienznetzwerk und im ‚Wirtschaft Mobil‘-Netzwerk. Für lokale Geschäftsfahrten stehen den Mitarbeitern 8 E-Autos zur Verfügung.

Neue Produkte und Dienstleistungen
Vorarlberg ist laut österreichischem Patentamt mit 62 angemeldeten Erfindungen pro 100.000 Einwohner das innovativste Bundesland Österreichs. Blum belegte beim diesjährigen Patentamt-Ranking den 3. Platz. Mit seinen Innovationen schafft das Unternehmen mehr Gestaltungs- und Differenzierungsspielraum bei all seinen Produktgruppen: bei Boxsystemen mit neuen Farben und Designs, mit der zusätzlichen Farbe Onyxschwarz bei Scharnieren, mit einer Beschlagslösung für dünne Türen oder mit einer neuen Klappengeneration in geradlinigem Design und besonders kleiner Baugröße. Das Programm rundet der Beschlägehersteller mit Serviceleistungen für die Verarbeiter ab – von der Planung und Bestellung, über die Herstellung bis hin zu Montage und Einstellung der Beschläge.

Positiv in’s Wirtschaftsjahr 2017/2018

„Die Wirtschaftsprognosen für Europa sind positiv. Die große Unsicherheit aus unserer Sicht liegt in den kommenden Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der EU“, gibt Geschäftsführer Gerhard E. Blum eine vorsichtige Einschätzung der kommenden Monate. Ebenso hofft der Beschlägehersteller, dass das Prinzip des freien Handels weltweit aufrechterhalten wird. Im asiatisch-pazifischen Raum erwartet Blum weiterhin eine positive, wirtschaftliche Entwicklung. In Südamerika, vor allem Brasilien, seien leichte Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung zu erkennen, so der Ausblick des Beschlägespezialisten. https://www.blum.com/

Bildergalerie:

Das neue Stanzzentrum  in Dornbirn (Werk 8) von Blum ist  mit 66 Millionen Euro um die größte Einzelinvestition der Firmengeschichte.