
Hettich prägt erste Adaptable Building Conference in Rotterdam
Am 22. Januar 2026 findet in Rotterdam erstmals die „Adaptable Building Conference“ statt. Veranstaltet wird das Symposium vom neu gegründeten Netzwerk „Adaptable Building Club“, das Akteure aus Forschung, Architektur, öffentlicher Hand, Technik und Bauwirtschaft zusammenführt. Ziel ist es, Gebäude- und Raumkonzepte neu zu denken: Immobilien sollen sich künftig flexibel an veränderte Lebens- und Nutzungsanforderungen anpassen lassen, Ressourcen schonen und ihren Wert langfristig erhalten.
Zu den aktiven Mitgestaltern der Konferenz zählt Hettich. Der international tätige Hersteller von Möbelbeschlägen bringt seine Expertise aus der Schnittstelle von Architektur, Innenausbau und Möbeltechnik in das Netzwerk ein und unterstützt den interdisziplinären Austausch zur Entwicklung anpassungsfähiger Gebäudestrukturen.
Flexible Gebäude statt statischer Nutzungskonzepte
Vor allem in urbanen Räumen geraten Gebäude, die auf eine einzige Nutzung und einen festen Grundriss ausgelegt sind, zunehmend an ihre Grenzen. Fehlende Anpassungsfähigkeit führt häufig zu Leerstand, kostenintensiven Umbauten oder Abriss. Der „Adaptable Building Club“ verfolgt daher das Ziel, starre Strukturen durch dynamische, wandelbare Systeme zu ersetzen.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die integrale Planung. Flexible technische Infrastrukturen ermöglichen es, Räume und Möblierung im Laufe der Zeit neu zu konfigurieren. Bewegliche Bauteile und adaptive Einrichtungslösungen rücken damit verstärkt in den Fokus zeitgemäßer Architektur- und Innenraumkonzepte.
Technische Innovation für adaptive Wohnräume
Innerhalb der Hettich-Gruppe beschäftigt sich die Business Unit „Space2Architecture“ intensiv mit der Transformation von Möbeln und Räumen. Ein zentrales Ergebnis dieser Arbeit ist der technische Objektträger „RoomSpin“. Das System ermöglicht die Planung drehbarer Einrichtungselemente unterschiedlichster Größe und Nutzung.
Ein Pilotprojekt in der Bestandsmodernisierung zeigt das Potenzial dieser Lösung. Gemeinsam mit dem Wohnungsbauunternehmen VIVAWEST realisierte Hettich in Dortmund ein Wohnkonzept, bei dem ein drehbares Bett tagsüber – je nach Gestaltung der Rückseite – einen Arbeits-, Spiel- oder Freizeitraum entstehen lässt. So wird zusätzliche Nutzfläche geschaffen, ohne die Quadratmeterzahl der Wohnung zu erhöhen.
Impulse aus Praxis und Innovation
Auf der „Adaptable Building Conference“ stellt Daniel Rehage, verantwortlich für das Innovationsmanagement der Hettich-Gruppe, die Möglichkeiten dynamischer Raumtransformation vor. Der Fokus seines Vortrags liegt auf der Frage, wie technische Möbel- und Beschlagsysteme einen Beitrag zu nachhaltigem, anpassungsfähigem Wohnen leisten können.
Mit seinem Engagement unterstreicht Hettich die Bedeutung flexibler Innenarchitektur als Bestandteil zukunftsfähiger Gebäude – und positioniert sich als Impulsgeber an der Schnittstelle von Küche, Wohnen und Architektur.
Wie sich adaptive Raumkonzepte konkret umsetzen lassen und welche Rolle bewegliche Möbeltechnik dabei spielt, erläutert Daniel Rehage im Interview.
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