Bundespräsident Alexander Van der Bellen (2. v. l.) besuchte die Julius Blum GmbH in Höchst. Gemeinsam mit Martin Blum (l.) tauschte er sich mit Lehrlingen über Ausbildung und berufliche Perspektiven aus. (Foto: Blum)
Die Zukunft eines Industriestandorts entscheidet sich nicht allein in Entwicklung und Produktion, sondern auch in der Ausbildung qualifizierter Fachkräfte. Genau dieses Thema rückte beim Besuch des österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen bei Blum in Höchst in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit Martin Blum tauschte sich das Staatsoberhaupt mit Lehrlingen über ihren Ausbildungsalltag und ihre beruflichen Perspektiven aus.
Wer über die Zukunft eines Industrieunternehmens spricht, spricht zwangsläufig auch über die Menschen, die sie gestalten. Für Blum gehört die Ausbildung eigener Fachkräfte deshalb seit Jahrzehnten zu den tragenden Säulen der Unternehmensentwicklung. Dieses langfristige Engagement würdigte nun auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen bei seinem Besuch des Beschlägeherstellers in Höchst. Gemeinsam mit Martin Blum, Inhaber und Geschäftsführer der Blum-Gruppe, besichtigte das Staatsoberhaupt die Produktion und tauschte sich mit Lehrlingen über ihren Ausbildungsalltag, ihre Erfahrungen und ihre beruflichen Perspektiven aus.

Lehre als Teil der Unternehmenskultur
Die Ausbildung junger Menschen ist bei Blum weit mehr als ein fester Bestandteil der Personalentwicklung. Sie gehört seit Generationen zum Selbstverständnis des Familienunternehmens. Rund 370 Lehrlinge absolvieren derzeit weltweit ihre Ausbildung bei Blum, mehr als 2.280 haben ihre Lehre bereits abgeschlossen. Viele von ihnen prägen das Unternehmen heute als Fachkräfte, Spezialisten oder Führungskräfte. Mit dem ersten Lehrling im Jahr 1958 wurde der Grundstein gelegt, 1970 folgte die eigene Lehrwerkstatt in Österreich. Später wurde das Ausbildungskonzept auf die Standorte in den USA, Polen und China übertragen.
Ausbildung stärkt den Standort
Im Mittelpunkt des Besuchs stand der Austausch mit den Lehrlingen. Bundespräsident Van der Bellen informierte sich über ihren Ausbildungsalltag, die Verbindung von moderner Produktion und praxisnahem Lernen sowie die vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens. Zugleich unterstrich er die Bedeutung der dualen Ausbildung für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit Österreichs. Eine qualifizierte Ausbildung eröffne jungen Menschen Perspektiven und stärke zugleich den Wirtschaftsstandort, betonte das Staatsoberhaupt.
Auch Martin Blum sieht in der Ausbildung eigener Fachkräfte eine langfristige Investition. Seit der Gründergeneration bilde sie eine tragende Säule der Produktionsstandorte. Gleichzeitig müsse sie sich kontinuierlich weiterentwickeln, um den Anforderungen neuer Technologien und veränderter Berufsbilder gerecht zu werden. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit seien entscheidend, um diese Tradition erfolgreich fortzuführen.
Investition in kommende Generationen
Neben fachlichem Wissen stehen bei Blum Eigenverantwortung, Teamarbeit und die persönliche Entwicklung der Auszubildenden im Mittelpunkt. Das Familienunternehmen versteht die Lehre damit nicht allein als Qualifizierung für den eigenen Bedarf, sondern als Beitrag zur langfristigen Sicherung von Fachkräften und zur Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts Österreich. Der Besuch des Bundespräsidenten verlieh diesem Engagement zusätzliche Sichtbarkeit.
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