Die Mitglieder des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie kamen zur VdDK-Mitgliederversammlung bei der Schüller Möbelwerk GmbH in Herrieden zusammen. Foto: VdDK
Einstimmige Wiederwahl im Jubiläumsjahr des VdDK
Der Verband der Deutschen Küchenmöbelindustrie e. V. (VdDK) hat Stefan Waldenmaier von Leicht Küchen erneut für zwei weitere Jahre zum Vorstandsvorsitzenden gewählt.

Die Wiederwahl erfolgte am 21. November 2025 einstimmig im Rahmen der Mitgliederversammlung bei der Schüller Möbelwerk GmbH in Herrieden. Das Jahr 2025 markiert zugleich das 30-jährige Bestehen des 1995 gegründeten Branchenverbands, der sich als zentrale wirtschaftliche Interessenvertretung der deutschen Küchenmöbelindustrie etabliert hat.
Kontinuität im Führungsgremium und neue Vorstandsmitglieder
Neben Stefan Waldenmaier wurden auch Dr. Lars Bopf von den Nobilia-Werken und Dirk Krupka von Häcker Küchen als stellvertretende Vorsitzende im Amt bestätigt. Neu in das Vorstandsgremium aufgenommen wurden Sabine Brockschnieder von Bauformat Küchen, Christian Kleine von Jaka-BKL und Jochen Püls von Impuls Küchen. Mit großem Dank verabschiedete der Verband Leo Brecklinghaus von Jaka-BKL, der lange Zeit zur Weiterentwicklung des VdDK beitrug.

Branchenlage: Rückgang im Umsatz, Stabilisierung beim Auftragseingang
Küchenmöbelindustrie verzeichnet Minus von 1,4 Prozent
VdDK-Geschäftsführer Jan Kurth informierte die Mitglieder über die aktuelle Wirtschaftslage der Branche. Von Januar bis September 2025 erzielten die deutschen Küchenmöbelhersteller laut amtlicher Statistik einen Umsatz von 4,2 Milliarden Euro. Damit verzeichnete die Branche einen Rückgang von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Beim Auftragseingang zeigt sich eine leichte Stabilisierung, jedoch weiterhin auf einem niedrigen Gesamtniveau.
Politische Impulse für Wohnungsbau dringend notwendig
Angesichts der starken Abhängigkeit der Küchenmöbelindustrie vom Neubau forderte Jan Kurth die Bundesregierung dazu auf, den Wohnungsbau intensiver zu fördern. Neben beschleunigten und vereinfachten Genehmigungsverfahren seien insbesondere die Bündelung sowie die Aufstockung staatlicher Förderprogramme erforderlich.
Zukunftsthema Digitaler Produktpass gewinnt an Bedeutung
EU-Ökodesign-Verordnung sieht Einführung ab 2030 vor
Ein Schwerpunkt der Mitgliederversammlung war der Digitale Produktpass, der im Zuge der EU-Ökodesign-Verordnung ab 2030 verpflichtend für alle Möbelprodukte eingeführt werden soll. Er wird künftig Informationen zu Materialien, Komponenten, Reparierbarkeit, Ersatzteilen und Entsorgungswegen bündeln. Die VdDK-Mitglieder erklärten ihre Bereitschaft, an der technischen und inhaltlichen Ausgestaltung mitzuwirken, um praxisgerechte Lösungen für die Möbel- und Küchenbranche zu entwickeln.
Appell zur EU-Entwaldungsverordnung (EUDR)
Mit Blick auf die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) appellierte der Verband an die Bundesregierung, sich für eine Verschiebung der Einführung sowie für praktikable Vereinfachungen einzusetzen. Eine überhastete Umsetzung könne die Unternehmen entlang der Lieferketten vor erhebliche Herausforderungen stellen.

Branchenblick: Besuch der Schüller Möbelwerk GmbH
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung erhielten die VdDK-Mitglieder einen umfassenden Einblick in die Fertigung der Schüller Möbelwerk GmbH. Das Familienunternehmen zählt rund 2.300 Beschäftigte und produziert auf einer Fläche von 184.000 Quadratmetern täglich etwa 700 Küchen. Die hochautomatisierten Produktionsabläufe gelten innerhalb der Branche als wegweisend für effiziente Küchenfertigung und moderne Industrieprozesse.
30 Jahre VdDK – Rückblick auf die Verbandsgründung
Der Verband der Deutschen Küchenmöbelindustrie wurde am 14. November 1995 von Hans-Dieter Wellmann, dem damaligen Chef der Wellmann-Gruppe, ins Leben gerufen. Unter seiner Leitung entwickelte sich der VdDK zu einem führenden Wirtschaftsverband. Bereits 1998 erkannte Hans-Dieter Wellmann die zentrale Rolle digitaler Datenkommunikation und initiierte die Gründung des Daten Competence Centers, das heute als wichtiger Treiber für standardisierte digitale Prozesse und datengestützte Planung in der Küchen- und Möbelbranche gilt.
Auch interessant dazu:
Anzeige





