Modell „Virgola“ von ARAN Cucine, vorgestellt zur Milano Design Week 2026, steht für eine Küchenarchitektur mit durchgängiger Kurvengeometrie und integrierten Funktionsflächen aus grès porcellanato; relevant für neue Planungsansätze im Wohn- und Objektbereich.
Küchenarchitektur mit kurviger Geometrie aus Feinsteinzeug
Mit „Virgola“ stellt ARAN Cucine ein Küchenkonzept vor, das Geometrie, Materialtechnologie und Planungssystematik über eine durchgängige Kurve neu definiert.
Kurve als konstruktives Prinzip in der Küchenplanung
Mit dem Modell „Virgola“ entwickelt ARAN Cucine gemeinsam mit Massimo Iosa Ghini eine Planungslogik, die die klassische orthogonale Küchenarchitektur auflöst. Die Kurve fungiert dabei nicht als gestalterisches Detail, sondern als strukturelles und ergonomisches Prinzip.
Das Projekt wird erstmals während der Milano Design Week 2026 im Flagship Store in Mailand Porta Nuova vorgestellt. Im Zentrum steht eine Geometrie, die auf fließende Übergänge setzt und harte Kanten vermeidet. Die Küche wird damit als zusammenhängender Raumkörper lesbar, der funktionale Abläufe mit räumlicher Kontinuität verbindet.
Materialkontinuität und integrierte Funktionen
Ein zentrales Element ist die Integration des Spülbereichs in die gekrümmte Arbeitsplatte aus grès porcellanato (Feinsteinzeug). Durch die Fertigung aus einem Material entsteht eine fugenlose Oberfläche, die sowohl ästhetische als auch hygienische Anforderungen adressiert.
Die Eliminierung sichtbarer Verbindungen reduziert konstruktive Schwachstellen und unterstützt die Reinigung. Gleichzeitig erweitert die monolithische Ausführung die Nutzbarkeit der Fläche, da Zubehörsysteme direkt in die Struktur eingebunden werden können.
Die technische Umsetzung der gebogenen Keramikoberfläche markiert einen Entwicklungsschritt in der Verarbeitung von Hochleistungsmaterialien und eröffnet neue Ansätze für die Küchenplanung im Objekt- und Wohnbereich.
Monolithische Insel und funktionale Erweiterung
Die Insel wird als Fortsetzung des Hauptkörpers konzipiert und entwickelt sich aus der Geometrie der Kurve heraus. Integriert ist eine Snackfläche, die sich als Erweiterung des Arbeitsbereichs versteht und zusätzliche Nutzungsszenarien ermöglicht.
Diese Lösung reduziert konstruktive Einzelteile und folgt einer materialeffizienten Planung. Die Küche wird dadurch als zusammenhängendes System interpretiert, das Funktion, Nutzung und Raumstruktur verbindet.
Materialstrategie und Nachhaltigkeitsansatz
Neben der formalen und technologischen Entwicklung basiert das Konzept auf einer klar definierten Materialstrategie. Zum Einsatz kommen unter anderem FSC®-zertifizierte Hölzer sowie wasserbasierte Lacke mit niedrigen Emissionswerten.
Die Kombination aus langlebigen Oberflächen, reduzierter Bauteilanzahl und materialgerechter Verarbeitung folgt einem industrieorientierten Nachhaltigkeitsverständnis. Aspekte wie Dauerhaftigkeit, Pflege und Ressourceneinsatz werden integraler Bestandteil der Planung.

Planungsrelevanz für Architektur und Küchenfachhandel
Mit „Virgola“ wird die Küche als architektonisches Element positioniert, das über die reine Möbelfunktion hinausgeht. Die Verbindung aus kurviger Geometrie, materialtechnischer Innovation und integrierter Funktionalität bietet neue Ansätze für:
– offene Wohnkonzepte
– Objektküchen mit erhöhten Hygieneanforderungen
– individualisierte Küchenplanung im Premiumsegment
Die organische Struktur ermöglicht dabei alternative Bewegungs- und Nutzungsabläufe innerhalb des Raums und erweitert klassische Planungsraster.
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