Küchenmodell Fabula von Rastelli; Vorstellung einer Küchenplanung, die klassische Gestaltungselemente mit reduzierter Architektur und Materialkombinationen aus Holz, Glas und Stein verbindet; Positionierung innerhalb zeitgenössischer Küchenplanung.
Mit dem Modell Fabula interpretiert der italienische Küchenhersteller Rastelli eine klassische Formensprache neu und überführt sie in eine zeitgenössische Küchenarchitektur. Das Konzept verbindet reduzierte Gestaltung mit präzise komponierten Materialien und einer klar strukturierten Funktionslogik. Im Mittelpunkt steht eine Planung, die Balance zwischen Tradition, Materialität und moderner Raumgestaltung herstellt.
Planungskonzept: Material, Funktion und Raumwirkung
Fabula folgt einem Planungsansatz, der klassische Proportionen mit zeitgemäßen Gestaltungselementen kombiniert. Die Gestaltung basiert auf einer reduzierten Formensprache, bei der jedes Element eine definierte Funktion innerhalb der Gesamtkomposition übernimmt.
Die Küchenarchitektur orientiert sich dabei am Prinzip „less is more“. Strukturierende Elemente bleiben sichtbar, während dekorative Zusätze bewusst reduziert werden. Dadurch entsteht eine klare Lesbarkeit der Planung, die sowohl funktionale Abläufe als auch visuelle Ordnung unterstützt.
Materialkombinationen aus Stahl, Glas und Holz strukturieren den Raum und erzeugen offene, helle Volumen. Die Materialien werden in ihrer ursprünglichen Beschaffenheit eingesetzt und nicht durch zusätzliche Oberflächenbehandlungen überformt. Dadurch bleibt die Materialität integraler Bestandteil der Raumwirkung.

Aufbau der Küchenplanung
Die zentrale Komposition entwickelt sich entlang einer linearen Arbeitswand aus rovere dilavato (gewaschene Eiche). In diese Zone sind die Funktionsbereiche Kochfeld, Spülbereich, Dunstabzugslösung, Oberschränke mit Glasfronten integriert:
Die Planung folgt einer klaren Geometrie, die ergonomische Arbeitsabläufe unterstützt und zugleich eine ruhige visuelle Ordnung erzeugt.

Hochschrankwand mit integrierter Gerätetechnik
Seitlich ergänzt eine Hochschrankwand in glänzend lackiertem Tortora die lineare Arbeitszone. In diese Struktur sind mehrere Einbaugeräte integriert, darunter Backöfen in Säulenanordnung.
Die Geräteintegration folgt einer konsequenten Linienführung, sodass technische Komponenten Teil der architektonischen Gesamtgestaltung werden.
Arbeitsplatte und Rückwand bestehen aus matt ausgeführtem Gres „Cava Noir Desir“, dessen dunkle Materialität einen kontrastierenden Akzent innerhalb der Komposition setzt.
Details und konstruktive Elemente
Die räumliche Präzision der Planung wird durch mehrere konstruktive Details wie grifflose Öffnungssysteme mit Griffmulde, Sockel und Griffleisten in Titanoptik, durchgehende Materiallinien zwischen Arbeitsplatte, Fronten und Hochschränken unterstützt
Diese Elemente strukturieren die Volumen der Küche und betonen die horizontale Linienführung der Architektur. Gleichzeitig bleibt die Oberfläche der Fronten ruhig und geschlossen.
Zwischen Tradition und zeitgenössischer Planung
Das gestalterische Konzept verbindet unterschiedliche kulturelle Einflüsse. Die Planung integriert Aspekte italienischer Handwerkstradition ebenso wie räumliche Prinzipien, die aus der Gestaltung ostasiatischer Innenräume bekannt sind, etwa die Betonung von Ruhe, Proportion und materieller Klarheit.
Die Küche wird damit nicht ausschließlich als Funktionsraum interpretiert, sondern als Bestandteil der Wohnarchitektur. Ziel ist eine Raumgestaltung, die Alltag, Materialität und gestalterische Ordnung miteinander verbindet.
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