Mit einem gestalterischen Update wird ein etabliertes Küchenmodell neu interpretiert: Designer Ulisse Narcisi überführt Volare von ARAN Cucine in eine architektonisch präzisierte Systemküche für offene Wohnräume.
Der italienische Küchenspezialist ARAN Cucine hat sein Modell Volare überarbeitet. Für das gestalterische Update zeichnet Designer Ulisse Narcisi, ARAN World Designer, verantwortlich. Die überarbeitete Version wurde erstmals während der Milano Design Week 2026 im Flagship Store des Unternehmens in Milano Porta Nuova vorgestellt.
Das Restyling verfolgt einen klar definierten gestalterischen Ansatz: Volumen werden reduziert und durch präzise Proportionen sowie durchgängige Oberflächen in eine leichtere architektonische Struktur überführt. Ziel des Projekts ist eine räumliche Wirkung, die Materialität und Geometrie miteinander verbindet und die Küche als Bestandteil moderner Wohnarchitektur positioniert.
„Volare entsteht als lebendige architektonische Erfahrung: Jede Öffnung und jedes Volumen definieren einen visuellen und haptischen Rhythmus“, erklärt Designer Ulisse Narcisi.
Materialdialog zwischen Holz und mineralischen Oberflächen
Das Küchenkonzept ist als integriertes System für Open-Space-Grundrisse konzipiert. Die Planung verbindet natürliche Materialien mit industriell geprägten Oberflächen.
Für Unterschränke und Insel kommt natürliches Eichenholz zum Einsatz. Das Material bildet den konstruktiven Ausgangspunkt des Projekts und prägt die räumliche Wirkung durch seine sichtbare Maserung.
Dem Holz gegenüber steht Taurus-Gres, das für Arbeitsplatten, Rückwände sowie die Seitenflächen von Insel und Basiselementen verwendet wird. Die mineralische Struktur des Materials erzeugt einen gestalterischen Kontrast zu den organischen Eigenschaften des Holzes.
Diese Kombination aus natürlicher und mineralischer Oberfläche erzeugt ein Spannungsfeld zwischen Wärme und struktureller Präzision.
Architektonische Linienführung durch Metallprofile
Ein weiteres Gestaltungselement bildet die horizontale Linienführung der Küche. Sie entsteht durch das grifflos ausgeführte Gola-System, den Sockel sowie ein Rail-Profil in Titanoptik.
Die Metallkomponenten strukturieren die Fronten und definieren eine grafische Horizontalität innerhalb der Planung. Gleichzeitig integrieren sie technische Elemente in die Gestaltung, ohne die formale Klarheit der Küche zu beeinträchtigen.
Im Inneren der Hängeschränke setzt LPL Sabbia einen farblichen Akzent. Die Innenoberflächen bleiben im geschlossenen Zustand verborgen und werden erst beim Öffnen sichtbar.

Küche als architektonischer Raum
Mit dem neuen Volare-Layout versteht ARAN Cucine die Küche nicht ausschließlich als Funktionsmöbel, sondern als räumliches Element innerhalb der Wohnarchitektur.
Designer Ulisse Narcisi beschreibt den Ansatz als Balance zwischen Materialität und räumlicher Wirkung: „Es gibt einen Moment im Entwurf einer Küche, in dem das Material die Form verändert und in Emotion übersetzt.“
Die Überarbeitung verbindet damit handwerkliche Materialität mit industrieller Fertigung und positioniert das Modell innerhalb international ausgerichteter Küchenarchitektur.
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