Mit dem Business Experience Center in Eschborn zeigt Samsung, wie sich Architektur, Gebäudetechnik, Retail-Konzepte und Betrieb zu einem durchgängigen System verbinden lassen. Räume werden hier nicht als statische Hüllen verstanden, sondern als dynamische, datengestützte Strukturen, in denen Displays, Sensorik, IT-Infrastruktur, IoT-fähige Geräte und Gebäudetechnik in Echtzeit miteinander interagieren. Was im Center erlebbar wird, ist kein Zukunftsszenario, sondern vollständig implementierte Technologie, die bereits heute plan-, bau- und betreibbar ist.
Der Ansatz richtet sich explizit an Architekten, Bauträger, Projektentwickler, Retail-Planer sowie Modeboutiquen, Küchenstudios und andere Fachhandelsformate, die Gebäude, Quartiere und Verkaufsflächen ganzheitlich konzipieren und über ihren gesamten Lebenszyklus wirtschaftlich betreiben müssen.

Vom Einzelprodukt zur Systemarchitektur
Dr. Thorsten Böker, Director Business Development bei Samsung Electronics Deutschland, beschreibt diesen Ansatz als „Integrated Offering“. Hardware, Software und Partnerlösungen greifen nahtlos ineinander, während einzelne Produkte bewusst in den Hintergrund treten. Statt klassischer Produktpräsentationen stehen reale Anwendungsszenarien im Mittelpunkt – von Retail und Ladenbau über Hospitality, Logistik und Healthcare bis hin zu sicherheitskritischen Umgebungen. Entscheidend sei nicht das einzelne Gerät, sondern der Mehrwert, der entsteht, wenn Technologien als System zusammenarbeiten.

SmartThings Pro und ein offenes Partner-Ökosystem
Technologisches Rückgrat des One-Samsung-Ansatzes ist SmartThings Pro. Die Plattform verbindet IoT-Geräte, Displays, Haushaltsgeräte und Gebäudetechnik über unterschiedliche Standards hinweg. Beleuchtung, HVAC-Systeme, Zutrittslösungen, Energieprofile, Content-Steuerung und KI-Analysen lassen sich standort- und projektübergreifend orchestrieren.
SmartThings Pro ist bewusst offen konzipiert und unterstützt den herstellerübergreifenden IoT-Standard Matter. Diese Offenheit ist ein zentraler Planungsfaktor für Architekten und Bauträger. Dr. Thorsten Böker verweist in diesem Zusammenhang auf die Dimension des Ökosystems: „Wir haben inzwischen über 440 Partner im SmartThings-Ökosystem – von Beleuchtung über Schlösser bis hin zur Gebäudeautomation.“
Für Projektentwickler und Planer entsteht daraus Planungssicherheit, da sich unterschiedliche Gewerke, Marken und Systeme innerhalb einer gemeinsamen Architektur integrieren lassen.

Bauträgerperspektive: Planung, Betrieb und Werthaltigkeit
Für Bauträger und Projektentwickler wird im Business Experience Center deutlich, dass vernetzte Technik längst Teil der wirtschaftlichen Projektlogik ist. Energieeffizienz, Betriebskosten, Wartung und Nutzerkomfort lassen sich nur dann verlässlich steuern, wenn Systeme von Beginn an integriert geplant werden. SmartThings Pro ermöglicht die kontinuierliche Auswertung von Energieflüssen, Nutzungsprofilen und Betriebszuständen und schafft damit eine Grundlage für kalkulierbare Betriebskosten und langfristige Werthaltigkeit von Immobilien – vom Wohnungsbau bis zu Mixed-Use- und Retail-Projekten.

Sicherheit als architektonische Grundbedingung
Mit wachsender Vernetzung steigt die Bedeutung von IT-Sicherheit. Diese übernimmt bei Samsung die Knox-Suite. Im Business Experience Center werden unter anderem gehärtete Endgeräte, VS-NfD-fähige Architekturen sowie ein gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik entwickeltes Secure Element gezeigt. Sicherheit wird dabei nicht als Zusatzfunktion verstanden, sondern als integraler Bestandteil moderner Architektur – insbesondere relevant für Bauträger, Betreiber und öffentliche Auftraggeber.


Retail, Ladenbau und skalierbare Store-Konzepte
Ein weiterer Schwerpunkt des Business Experience Centers liegt auf Retail- und Ladenbaukonzepten. Digitale Menüboards, LED-Wände und Digital-Signage-Lösungen werden über cloudbasierte Plattformen gesteuert, mobile POS-Systeme unterstützen Beratung und Checkout. Sensorik analysiert Besucherströme, reguliert Klima und Energieverbrauch und macht Verkaufsflächen zu adaptiven Umgebungen.
Diese Konzepte sind bewusst skalierbar angelegt – vom Flagship-Store bis zur kleineren Verkaufsfläche. Nedzad Gutic, Vice President Home Appliances bei Samsung Electronics GmbH, betont, dass viele der gezeigten Ladenbau-Elemente, die im großflächigen Handel eingesetzt werden, auch in kleineren Einheiten umsetzbar sind.

Übertragbarkeit auf Küchenstudios und Fachhandel
Genau hier liegt der Mehrwert für Küchenstudios. Elemente der Ladenbaukonzeption lassen sich gezielt integrieren, etwa kompakte Beratungsplätze mit integrierten Displays, vernetzte Touchpoints zur Demonstration von SmartThings- und AI-Funktionen oder Digital Signage zur Unterstützung der Beratung. Küchenstudios können so komplexe Zusammenhänge vermitteln, ohne große Flächen vorzuhalten. Die Küche bleibt Teil eines größeren Wohn- und Nutzungskonzepts, eingebettet in Architektur, Ladenbau und digitale Services.


Nutzerorientierung, Design und Interoperabilität
Diana Diefenbach, Senior Manager Technical Product Management and Communication bei Samsung, betont, dass Technik Menschen unterstützen und nicht überfordern müsse. Design, Bedienlogik und Funktion seien deshalb untrennbar miteinander verbunden. Unter dem Leitgedanken „Inclusive Essentials“ setzt Samsung auf klare Symbolik, intuitive Interfaces und barrierearme Konzepte. Offene Standards wie Matter ermöglichen zudem die Integration von Geräten anderer Hersteller – ein entscheidender Faktor für Architekten, Bauträger und Studios mit markenübergreifenden Planungskonzepten.

Hoon Seol, Executive Vice President, Samsung Electronics

Simon Jackson, Vice President, Samsung Electronics
Strategische Einordnung und B2B-Fokus
Executive Vice President Hoon Seol ordnet das Business Experience Center als strategischen Meilenstein für das B2B-Geschäft von Samsung ein. Integrierte Lösungen und partnerschaftliche Zusammenarbeit seien entscheidend für die Zukunft der gebauten Umwelt. Simon Jackson, Vice President Samsung Electronics, verweist ergänzend auf steigende Energieanforderungen, regulatorische Vorgaben und hybride Nutzungsformen. Mit umfangreichen Investitionen in Forschung und Entwicklung schafft Samsung die Basis für sichere, skalierbare Technologiearchitekturen.
Das Business Experience Center als Arbeits- und Dialogplattform
Das Business Experience Center versteht sich nicht als Showroom, sondern als Arbeits- und Dialogplattform für Architekten, Bauträger, Projektentwickler, Retail-Planer sowie Küchenstudios. Hier lassen sich integrierte Systemarchitekturen im Echtbetrieb erleben und konkrete Fragen zu Planung, Ladenbau und Betrieb diskutieren.
Das Business Experience Center in Eschborn ist nach vorheriger Terminvereinbarung für Fachbesucher zugänglich.
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