Allumette von Francesca Lanzavecchia für Foscarini – ein asymmetrischer Kronleuchter mit leuchtenden Methacrylat-Röhren, die wie kleine Flammen im Raum schweben.
Der Kronleuchter gilt seit Jahrhunderten als Inbegriff repräsentativer Lichtgestaltung. Doch zeitgenössisches Design hat begonnen, diese Tradition radikal neu zu denken. Statt opulenter Symmetrie und starrem Aufbau entstehen heute Leuchten, die Gegensätze vereinen: technische Präzision und organische Leichtigkeit, skulpturale Präsenz und poetische Transparenz. In diesem Spannungsfeld positionieren sich Allumette und Tilia von Francesca Lanzavecchia – zwei Entwürfe, die den Kronleuchter als emotionale Lichtskulptur neu definieren.

Allumette, übersetzt „Streichholz“, ist eine skulpturale Leuchte, die mit Asymmetrie, Materialkontrasten und geometrischen Spannungen arbeitet. Die Konstruktion besteht aus einem zentralen Metallkörper, von dem asymmetrisch angeordnete Arme ausgehen. An deren Enden sitzen transparente Methacrylat-Röhren, in denen das Licht von einer LED-Quelle unsichtbar geleitet wird. Erst an der opalenen Spitze tritt es sichtbar aus und verwandelt sich in kleine Flammen, die schwerelos im Raum zu schweben scheinen. Die textile Ummantelung der Kabel fügt eine weiche, flexible Komponente hinzu, die im Kontrast zur strengen Metallstruktur steht.
Die Kollektion umfasst drei Farbvarianten sowie zwei Größen: Version M mit 11 Lichtquellen und Version L mit 19 Lichtquellen. Ergänzt wird das Sortiment durch eine Wandleuchte mit einer einzelnen Lichtquelle. Damit bietet Allumette sowohl für private Wohnräume als auch für repräsentative Umgebungen passende Lösungen.

Tila Skulptur der Natur
Im Kontrast dazu basiert Tilia auf dem Konzept organischen Wachstums. Der Name leitet sich vom lateinischen Begriff für Linde ab. Die Struktur erinnert an ein lebendiges System, das sich wie ein Organismus ausbreitet. Inspiriert von Flussdeltas, Blattadern und Korallenriffen, folgt der Entwurf den Prinzipien natürlicher Geometrien wie der Fibonacci-Folge und fraktalen Strukturen.

Die Arme aus Metall enden in Diffusoren aus opalinem, satiniertem Borosilikatglas, die ein weiches, warmes und umhüllendes Licht abgeben – eine Art leuchtende Wolke im Raum. Gestalterische Details wie kleine Metallkugeln in Kontrastfarben, die an botanische Knospen erinnern, betonen die filigrane Wirkung.
Tilia ist in drei Farben erhältlich – Octane Blue, Rose und Warm White – und wird in zwei Ausführungen angeboten: eine kompakte, vertikale Version, die sich ideal für kleinere Räume oder Leseecken eignet, sowie eine breitere, horizontale Variante für großzügige Wohn- und Objektbereiche. Beide Versionen balancieren Leichtigkeit mit starker Präsenz.
Mit Allumette und Tilia zeigt Foscarini, wie vielseitig der Kronleuchter im 21. Jahrhundert interpretiert werden kann. Während Allumette die Tradition durch technische Innovation und strukturelle Asymmetrie neu formt, setzt Tilia auf die Poesie organischer Entwicklung. Gemeinsam verkörpern sie das Ziel von Francesca Lanzavecchia und Foscarini: Licht als emotionales Gestaltungselement zu verstehen und eine empathische Verbindung zwischen Mensch und Objekt zu schaffen.
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