Eines der zentralen Highlights der neuen next125 Kollektion ist LumiQ, das Licht erstmals vollständig als Bestandteil der Küchenarchitektur interpretiert.
Im Zweijahresrhythmus bündelt next125 seine Produktneuheiten zur EuroCucina. 2026 standen integrierte Lichtplanung, neue Material- und Farbkonzepte sowie Weiterentwicklungen bei Stauraum und Innenorganisation im Mittelpunkt. Die erstmals auf der EuroCucina gezeigten Systeme erweitern die Küchenplanung insbesondere im architektonischen Kontext um zusätzliche gestalterische und funktionale Ebenen.

„UN:FOLD“ übersetzt Küchenarchitektur in den Raum
Mit „UN:FOLD“ entwickelte next125 gemeinsam mit dem Architekten und Künstler Ankon Mitra eine räumliche Installation aus gefaltetem Aluminium. Licht trifft dabei auf Kanten und Flächen, verändert permanent die Raumwirkung und schafft eine Architektur, die weniger statisch als vielmehr in Bewegung wirkt.
Interessant ist dabei vor allem die planerische Haltung hinter der Inszenierung. Küche wird nicht isoliert gezeigt, sondern als Teil eines räumlichen Gesamtkonzepts verstanden. Licht, Materialität und Funktion greifen ineinander und formulieren eine Küchenarchitektur, die stärker aus dem Raum heraus gedacht wird.

LumiQ integriert Licht direkt in die Küchenplanung
Mit LumiQ entwickelte next125 Licht erstmals vollständig aus der Küchenplanung heraus. Arbeits-, Ambient- und Akzentlicht greifen innerhalb eines Systems ineinander und reagieren auf Nutzung, Tageszeit und Bewegung. Sensorik und steuerbare LED-Systeme erweitern die Planung damit um eine zusätzliche funktionale Ebene.
Für Architekten und Küchenplaner entsteht dadurch vor allem mehr Konsistenz innerhalb offener Wohnkonzepte. Licht wird nicht nachträglich ergänzt, sondern frühzeitig als Bestandteil der Raumplanung mitgedacht. Gleichzeitig reduziert das System die technische Komplexität innerhalb des Planungsprozesses.

RAL- und NCS-Systeme erweitern die Farbplanung
Erstmals öffnet sich next125 für RAL- und NCS-Lackierungen. Fronten, Wangen und architektonische Details lassen sich dadurch präziser auf Material- und Farbkonzepte innerhalb eines Projekts abstimmen.
Gerade im architektonischen Kontext entstehen dadurch neue Möglichkeiten für homogene Raumwirkungen. Küchen können stärker in übergreifende Interior- und Materialkonzepte integriert werden, ohne als eigenständiger Bereich hervorzutreten.

Materialität wird bis ins Detail weitergeführt
Parallel dazu erweitert next125 die Materialplattform deutlich. Holz gewinnt innerhalb der Kollektion wieder stärker an Bedeutung und wird durch neue Keramik- und Glasoberflächen ergänzt.
Mit der „Woodbox“ führt next125 den Materialansatz konsequent bis in den Innenraum der Küche weiter. Furnierte Auszugsstrukturen, Holzeinsätze und Organisationslösungen erzeugen eine materialdurchgängige Gestaltung bis in die Funktionsebene hinein.

Der neue Ansatztisch in Tropfenform erweitert die Küche zusätzlich stärker in den Wohnraum. Die Oberfläche aus dem Systemo-Portfolio wirkt dabei weniger wie ein klassisches Küchenelement als vielmehr wie ein eigenständiges Objekt innerhalb der Architektur.

Pocket-System multifunktional
Mehrere Neuheiten konzentrieren sich auf die Optimierung bestehender Planungssysteme. Das weiterentwickelte Pocket-System wurde nun auch als Aufsatzlösung interpretiert und ermöglicht schnelleren Zugriff auf darunterliegende Auszüge.
Auch die neue Pivot-Durchgangstür erweitert die Stauraumorganisation innerhalb bestehender Raster. Durch die einschlagende Konstruktion entsteht zusätzlicher Stauraum im Türbereich, ohne die Linienführung der Planung zu unterbrechen.
Ergänzt wird dies durch die neue Korpustiefe von 61 Zentimetern, die zusätzliche nutzbare Fläche schafft und gleichzeitig innerhalb bestehender Planungslogiken bleibt.
Küchenplanung wird architektonischer
Die Neuheiten zeigen insgesamt eine stärkere Verschiebung hin zu integrierter Planung. Licht, Materialität, Farbkonzepte und Stauraumlösungen werden nicht isoliert entwickelt, sondern innerhalb räumlicher Zusammenhänge gedacht. Für Architekten und Planer entstehen dadurch präzisere Möglichkeiten, Küche, Interior und Architektur gestalterisch miteinander zu verbinden.
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