Tangram Küchensystem von CESAR, Erweiterung zur Milano Design Week 2026: Das von Vicente García Jiménez und Cinzia Cumini entwickelte System erhält ein zusätzliches Modul und erweitert seine Formensprache auf Hochschränke, Oberschränke und Wandmodule.
Zur Milano Design Week 2026 erweitert der italienische Küchenhersteller CESAR sein Küchensystem Tangram um ein zusätzliches Modul. Die von Vicente García Jiménez und Cinzia Cumini entwickelte Gestaltung wird erstmals auf Hochschränke, Oberschränke und Wandmodule übertragen und erweitert das System über klassische Inselkonfigurationen hinaus.
Modulares Küchensystem wächst über die Insel hinaus
Zur Milano Design Week 2026 stellt der italienische Küchenhersteller CESAR eine Weiterentwicklung seines Systems Tangram vor. Das 2022 von Vicente García Jiménez und Cinzia Cumini entwickelte Projekt wird um ein zusätzliches Modul erweitert. Die neue Ausbaustufe vergrößert den gestalterischen Spielraum des Systems und überträgt dessen Formensprache erstmals auch auf vertikale Elemente wie Hochschränke, Oberschränke und wandgebundene Unterschränke.
Tangram basiert auf einer gestalterischen Auseinandersetzung mit Geometrie und Materialität. Das System interpretiert die Küche als zentralen Raum des Wohnens und verbindet funktionale Planung mit einer offenen, kommunikativen Raumsituation.
Mit der Erweiterung reagiert CESAR auf Anforderungen aus Architektur und Planungspraxis. Der modulare Ausbau ermöglicht komplexere Kompositionen und erweitert die Einsatzmöglichkeiten des Systems über klassische Inselkonfigurationen hinaus.
Erweiterung des Systems: Module für vertikale Küchenarchitektur
Der neue Baustein erweitert Tangram um zusätzliche Konfigurationsmöglichkeiten innerhalb der vertikalen Küchenstruktur. Damit entsteht ein konsistentes System, das Inseln, Hochschränke, Wandmodule und Oberschränke gestalterisch verbindet.
Die Erweiterung entstand, soN Gina Cester, Chief Executive Officer von CESAR, aus dem kontinuierlichen Austausch mit Planern, Architektinnen und Architekten sowie internationalen Vertriebspartnern.
Durch die Erweiterung bleibt das modulare Prinzip von Tangram erhalten, während sich der planerische Handlungsspielraum deutlich vergrößert.

Kurvengeometrie als konstruktives Element
Ein zentrales Merkmal des Systems sind gebogene Frontflächen mit variablen und festen Radien. Die Kombination dieser Radien erzeugt organische Geometrien, die sich von klassischen, streng wiederholbaren Küchenmodulen unterscheiden.
Die Oberflächenstruktur beeinflusst dabei auch die räumliche Wirkung der Küche. Die Kurvenführung verändert den Umgang mit Licht: Statt an Kanten zu brechen, folgt das Licht den Rundungen und erzeugt weichere Übergänge zwischen Volumen und Oberfläche.
Mit der Integration vertikaler Elemente überträgt das System dieses Prinzip erstmals auf Hochschränke und Wandmodule. Dadurch entsteht eine kontinuierliche Gestaltung zwischen horizontalen und vertikalen Küchenbereichen.
Entwicklung und Fertigung der gebogenen Fronten
Die scheinbar reduzierte Formensprache von Tangram basiert auf einem technisch aufwendigen Entwicklungsprozess. Die Herstellung der gebogenen Fronten erfordert das präzise Verleimen mehrerer Materialschichten, die exakt aufeinander abgestimmt werden müssen, um Stabilität und langfristige Formtreue zu gewährleisten.
Parallel dazu wurde die Materialauswahl intensiv untersucht. Unterschiedliche Oberflächen reagieren unterschiedlich auf den Formprozess, weshalb eine genaue Abstimmung zwischen Produktentwicklung, Designstudio und Fertigung notwendig ist.
Materialität und Oberflächen im aktuellen Ausstellungssetup
Zur Milano Design Week wird Tangram in einer neuen Konfiguration präsentiert. Die Hochschränke erscheinen in Laccato Anodyc Rosso Jaipur mit der Front Groove, deren vertikale Fräsungen ein unregelmäßiges Raster bilden und die Übergänge zwischen einzelnen Modulen optisch reduzieren.
Die Farbgebung greift architektonische Farbschichten der indischen Stadt Jaipur auf und verändert ihre Wirkung abhängig vom Lichteinfall.
Die Kücheninsel ist in Laccato Seta, einer seidenmatten Lackoberfläche, ausgeführt und wird durch eine Arbeitsplatte aus Breccia Sarda, einem sardischen Naturstein mit typischer Brekzienstruktur – einer geologischen Struktur aus unterschiedlich großen, kantigen Gesteinsfragmenten – ergänzt. Am Plattenrand kommt die neue Kantenform Palmier zum Einsatz, eine zusätzliche Profilvariante innerhalb des bestehenden Programms von CESAR.

Erweiterte Anwendung zwischen Küche und Wohnraum
Mit dem zusätzlichen Modul erweitert Tangram seinen Einsatzbereich über die klassische Küchenplanung hinaus. Das System kann künftig auch im Übergang zum Wohnbereich oder in anderen Bereichen des häuslichen Interieurs eingesetzt werden.
Damit positioniert CESAR das System als flexibles Planungsinstrument für offene Wohnkonzepte, in denen Küchenarchitektur und Möbelsysteme zunehmend miteinander verschmelzen.
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