Wolfgang Weber, Vorsitzender der Geschäftsführung des ZVEI e. V., fordert eine entschiedene Antwort der Europäischen Union auf neue US-Importzollankündigungen.
Industrieverband mahnt klare Reaktion der Europäischen Union an
Forderung nach klarer europäischer Haltung
Nach immer neuen US-Importzollankündigungen fordert Wolfgang Weber, Vorsitzender der Geschäftsführung des ZVEI e. V., eine entschiedene Antwort der Europäischen Union.
Die Trump-Administration drohe im Streit um Grönland mit neuen Importzöllen, weil sie davon ausgehe, damit ein scharfes Schwert in der Hand zu haben, um ihre Ziele durchzusetzen. Diese Taktik dürfe sich Europa nicht länger bieten lassen. Die Europäische Union müsse entschieden antworten und solle sich dabei nicht vorführen lassen.
Zölle als geopolitisches Instrument
Zugleich macht Wolfgang Weber deutlich, dass es bei den Zöllen schon lange nicht mehr nur um Handelspolitik gehe. Dieser Schritt kompromittiere das ohnehin bereits stark angeschlagene Vertrauen in die USA als zuverlässigen Partner. Zudem zeichneten sich auch andere regionale Spieler der Weltpolitik nicht durch Verlässlichkeit aus.
Binnenmarkt und Industriepolitik im Fokus
Der europäische Binnenmarkt müsse weiter gestärkt werden. Darüber hinaus sei es notwendig, zunehmend eigene Kapazitäten für die Produktion zentraler Güter und Technologien aufzubauen und zu fördern. Die Europäische Kommission solle jetzt handeln und nach Möglichkeit ihren Vorschlag für den Industrie Accelerator Act am 29. Januar nutzen, um eine klare Antwort zu geben.
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