Redaktionelle Infografik auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes und des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK) zur Umsatz- und Strukturentwicklung der deutschen Küchenmöbelindustrie im ersten Halbjahr 2026.
Die deutsche Küchenmöbelindustrie hat im ersten Halbjahr 2026 einen Gesamtumsatz von 1,91 Milliarden Euro erzielt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von 2,37 Prozent.
Während die Möbelindustrie insgesamt im Vergleichszeitraum rückläufig blieb, entwickelte sich der Küchenmöbelsektor sowohl im Inland als auch im Export leicht positiv. Gleichzeitig setzte sich der Strukturwandel bei Beschäftigung und Betriebszahlen fort.
Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr
Die Unternehmen der deutschen Küchenmöbelindustrie mit 50 und mehr Beschäftigten erwirtschafteten von Januar bis April 2026 einen Gesamtumsatz von 1,911 Milliarden Euro. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs von 2,37 Prozent. Die Möbelindustrie insgesamt kam im gleichen Zeitraum auf 5,113 Milliarden Euro Umsatz und lag damit 2,77 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Der Inlandsumsatz der Küchenmöbelhersteller erreichte 1,036 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ergibt sich ein Anstieg von 1,88 Prozent. Der Inlandsmarkt entwickelte sich damit günstiger als die gesamte Möbelindustrie, deren Inlandsgeschäft um 4,25 Prozent zurückging.
Exportgeschäft
Auch im Auslandsgeschäft verzeichnete die Küchenmöbelindustrie ein Plus. Der Auslandsumsatz belief sich auf 875,3 Millionen Euro und lag damit 2,97 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Exportquote erreichte 45,8 Prozent und blieb damit nahezu auf Vorjahresniveau.
Innerhalb der Eurozone erzielten die Hersteller einen Umsatz von 689 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 6,48 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Branchenstruktur
Parallel zur Umsatzentwicklung verringerte sich die Zahl der Betriebe. Im Durchschnitt wurden 43 Küchenmöbelbetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten erfasst. Das entspricht einem Rückgang von 4,44 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl lag bei 17.391 Personen und damit 1,51 Prozent unter dem Vorjahresniveau. In der gesamten Möbelindustrie fiel der Rückgang mit 5,22 Prozent deutlich stärker aus.
Arbeit und Entgelte
Die geleisteten Arbeitsstunden in der Küchenmöbelindustrie summierten sich auf 8,545 Millionen Stunden. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem leichten Plus von 0,19 Prozent.
Die gezahlten Entgelte erreichten 280,1 Millionen Euro und lagen damit 4,06 Prozent über dem Vorjahreswert.
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